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Vom Tellerwäscher zum Millionär

Bei diesem Projekt geht es ja in erster Linie darum, aus dem Nichts ein Vermögen zu machen. Ein Wunsch den man mit vielen Menschen teilt und auch in der Vergangenheit für Legendenbildungen gesorgt hat. So eine Art modernes Märchen. Nur nicht mit Zwergen, Feen und ähnlichen Gestalten, sondern meistens mit Menschen aus ärmlichen Verhältnissen, die es mit harter Arbeit, glücklichem Händchen und gutem Riecher zu Reichtum gebracht haben. Vom Tellerwäscher zum Millionär – oder im englischen »from rags to riches«. Dieser Gedanke ist zu guten Stücken Teil des »American dream«. Und weil die Menschen gerne solche Geschichten mögen, musste das Thema schon des öfteren als Thema für Filme herhalten.

Für die meisten Menschen in den USA, aber auch in Deutschland liegt so etwas natürlich in weiter Ferne. Das Versprechen vom Aufstieg durch harte Arbeit ist schwer erreichbar, wenn der Lohn aus einem Vollzeitjob nichtmal mehr ausreicht um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Also habe ich mir überlegt, dass ich mich mit dieser Sache einmal näher beschäftigen sollte. Genauer gesagt, dass ich der Angelegenheit doch einmal wortwörtlich auf den Grund gehen müsste. Und zwar indem ich Teller wasche. Vielleicht ist da ja tatsächlich etwas dran, und es tun sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten auf.

Will ich jetzt konsequent sein, dann müsste ich eigentlich für diese Aktion in die USA reisen und der Legende vom American dream auf den Grund gehen. Genauer gesagt nach New York. Schließlich hat schon Frank Sinatra gesungen »If I can make it there, I’ll make it anywhere«. So hat auch Madonna der Legende nach mit 30 Dollar in der Tasche in New York ihre Karriere gestartet. Und tatsächlich frage ich derzeit in verschiedenen gastronomischen Betrieben an, ob es möglich ist dort für ein bis zwei Tage die Teller zu waschen. Man könnte also von einer Art Recherche-Reise sprechen. Weil so eine Reise nicht ganz günstig ist, überlege ich derzeit noch, was man dort an weiteren Aktionen durchführen könnte (es muss sich ja auch lohnen). Möglicherweise das Musikvideo zu meinem bisher noch nicht existierenden Superhit drehen? Meine Berliner Luft verkaufen? Reiche Menschen dazu befragen, wie sie es zu so viel Geld gebracht haben? Iphones schmuggeln? Und wie ist das mit der Arbeitserlaubnis?

Bis dahin ist also noch einiges zu klären. Vor allen Dingen aber auch die Geldfrage. Also hier nochmals die Aufforderung zur Spende. Auch kleine Beträge ab einem Euro werden ihr Ziel nicht verfehlen!

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9 Comments on “Vom Tellerwäscher zum Millionär”

  1. #1 Cornelius H.
    on Jan 8th, 2009 at 11:12 am

    Tach aus dem Norden…
    Was immer hier grad rumflimmert, nice Try und darauf kommts ja an. Spielerisch aufziehen die Kiste und den Spass nicht vergessen. So kommt ihr sicher nicht innerhalb der angepeilten Zeit zur Mio, aber ganz sicher auf Sicht in ein lebenswerten Arbeitsalltag der Freude bereitet und in Zukunft immer mehr Geld, welches sich nicht am Stundenlohn orientiert. Mein Blog hatte mal die Aufgabe (älteste Posts belegen das) genau diesen Mut zur Lücke anzuregen…denn so schwer ist es nicht, wenn man der Blutspur seines Herzens folgt und Ziele hat. Mühsam am Anfang, aber es wird sich in jedem Fall lohnen…Go go go und viel Erfolg. Und im Zweifel nehmt doch mal direkt Kontakt mit mir auf…

    Es grüßt Cornelius

  2. #2 Pida
    on Jan 8th, 2009 at 11:40 am

    Euer Projekt ist mir recht unsymphatisch… Geld verdienen ok, aber der relevante Unterschied von “harter Erwerbsarbeit” und Gitarre spielen oder im Eisbärenkostüm auftreten erschließt sich mir nicht ganz – manch einer verdient halt so seinen Lebensunterhalt.
    Daher frage ich mich bisher vergeblich: Wo ist denn der wissenschaftliche (Diplomarbeit) oder auch künstlerische (UdK) Anspruch eures Projektes?* Mir scheint die Diplomarbeit eher ein Aufhänger zu sein, ein paar Euro einzunehmen.

    Davon ab gehören die Analysen, “[dass] der Lohn aus einem Vollzeitjob nichtmal mehr ausreicht um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten” (dein Blog) oder auch “mit normaler Erwerbsarbeit ist es kaum noch möglich, ein vernünftiges Auskommen zu haben” (Startseite) m.E. doch eher in die Bildzeitung als an die Uni: Sie sind nicht nur plump und pauschalisierend, sondern treffen sowohl auf die allermeisten Regionen als auch Zeiträume mehr zu als auf unsere Gesellschaft.

    * Hier bin ich übrigens auf eine Antwort gespannt!

    Pida

  3. #3 Nico
    on Jan 8th, 2009 at 1:08 pm

    Kann mich Pida nur anschliessen. Als Diplomarbeit ist das Ganze nicht mehr als lächerlich. Ich würde das hier sogar lesen, wenn es nicht diesen pseudo-wissenschaftlichen Anstrich hätte.

  4. #4 Mike
    on Jan 8th, 2009 at 3:16 pm

    Interessante Aufgabenstellung für eine Diplomarbeit. Ich würde mir nur von einem angehenden Kreativen wünschen mit mehr innovativen, überraschenden Projekten “Geld in kurzer Zeit zu machen” zu kommen. Mit dem Eisbärkostüm als Knut Geld für Fotos zu nehmen ist witzig und überraschend. Weiter so!

    Bitte nicht wiederholen was andere bereits gemacht haben, das ist langweilig. Später in deinem Job wird es darum gehen nicht Sachen nachzumachen sondern mit etwas Neuem zu kommen. Zu überraschen.

    Bis Mai ist noch viel Zeit. Freue mich auf überraschende Geld-mach-Projekte-auf-dem-Weg-zur-Million. Vielleicht machst du damit super viel Geld oder auch nicht, aber auf jeden Fall bekommst du damit nen Job in einer Top-Agentur. Und besonders wichtig: hast Spass während deiner Diplomarbeit.

  5. #5 Besserwisser
    on Jan 8th, 2009 at 4:09 pm

    “Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen, als mit einem Liter Galle.” Weiß leider nicht, woher das stammt.

    Das wäre mein Beitrag zum Reichwerden.

    Viele Grüße

    Besserwisser

  6. #6 Cornelius H.
    on Jan 8th, 2009 at 4:58 pm

    Ihr wollt spaßbehaftete Verdienstchancen, die durch Kreativität und Charisma, nicht durch Stechuhr gewährleistet sind? Will und werde euch nicht mit Talern zu schmeissen, aber ein paar Hints und Optionen hätte ich für euch und ne kleine Spielwiese…Freak genug scheint ihr zu sein…
    Ich wiederhole ungern…try to get in contact, it´s worth trying.

    Grüße aus HH
    Cornelius H.

  7. #7 LX
    on Jan 9th, 2009 at 12:43 am

    Pida und Nico:

    Ist denn die Ironie, die aus den Texten im Blog oder auf der “Was soll das”-Seite an den Tag gelegt wird, so subtil geraten, dass man ihr “Wissenschaftlichkeit” vorwerfen kann? *schmunzel*

  8. #8 admin
    on Jan 9th, 2009 at 2:45 am

    Hallo Pida!

    Der Einwand, dass das Projekt unsymphatisch ist kann ich leider nicht entkräften. So etwas liegt ja (wie so manches) an den jeweiligen Vorlieben des Betrachters.

    Allerdings kann ich etwas zur “Wissenschaftlichkeit” sagen. Denn diesen Anspruch verfolge ich (und ich denke ich spreche auch für Yvonne) überhaupt nicht mit diesem Teil der Diplomarbeit. Vielmehr geht es darum verschiedene Mittel der nicht-Erwerbsarbeit auszubrobieren und aus den Erfahrungen die man damit macht und den vielen Daten am Ende etwas grafisches zu gestalten (nicht diese Website, sondern wahrscheinlich eher ein gestaltetes Buch). Mit “nicht-Erwerbsarbeit” meine ich hier Dinge abseits der festen Anstellung. Das ganze Thema ist hier natürlich unglaublich überspitzt dargestellt und wenn man so will auf Boulevardniveau. Allerdings sollte man auch eine gewisse Portion Ironie erkennen, die man in der Welt des Boulevards meist nicht sieht.

    Wissenschaftlich wird es dann vielleicht eher im theoretischen Teil der späteren Diplomarbeit. Aber der ist hier ja kein Thema.

    Zum “künstlerlischen Anspruch” kann ich sagen, dass ich nicht Kunst studiere, sondern Visuelle Kommunikation. Da beschäftigt man sich eher grafisch und konzeptionell mit der Darstellung von Sachverhalten/Abläufen, etc. Insofern liefert das Thema denke ich genügend Material um eine interessante und anspruchsvolle Arbeit zu gestalten.

  9. #9 Philipp
    on Jan 9th, 2009 at 7:11 am

    Coming from spiegel.de:

    “Irgendwie kamen wir darauf, wie ungerecht es doch ist, dass viele unspannende und unangenehme Menschen so viel Geld haben, obwohl man selbst und andere viel toller sind und es viel eher verdient hätten.”

    “Dabei war uns wichtig, möglichst simpel, also ohne großes Vorwissen an Geld zu kommen”

    Meiner Meinung nach ist es Richtig, dass es einige Menschen gibt, die ohne großes Vorwissen an Geld kommen. Das sind aber meiner Meinung nach Menschen, die a) schon Geld haben und b) nicht der Chef der Deutschen Bank sind, sondern eher in der Riege der Paris Hiltons dieser Welt mitspielen.

    Die meisten Menschen, die es vom Tellerwäscher zum Millionär bringen machen, dann ist das wie du richtig feststellst meistens mit harter Arbeit und außerdem einer guten Idee. Das hat nichts mit einem Vollzeitjob zu tun und ist in Deutschland auch wesentlich schwieriger zu realisieren, als bsp. in Amerika, wo es nicht in erster Linie heißt: Oh je, du hast eine Idee, lern erst mal was Ordentliches. Sondern, wie ein neuer Bekannter letztens zu mir sagte: “Das Schlimmste, was dir in den USA passieren kann, wenn du eine Idee hast, ist jemand sagt: Nice Idea, Go for it.”

    Der regelmäßigere Fall ist, dass man mit Kontakten, Netzwerken oder auch Geld dabei unterstützt wird seine Idee umzusetzen, wo passiert in Deutschland sowas?