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Geiz und Sparsamkeit zur Weihnachtszeit

Die dunkle Jahreszeit und Menschen mit lustigen Leucht-Geweihen auf dem Kopf lassen es erahnen: Weihnachten steht vor der Tür. Für manche gibt es nichts besseres, als sich schon lange vor dem Fest die Geschenkefrage zu stellen. Ich bin da eher Freund der Verdrängungstaktik. In diesem Jahr bin ich aber erstaunlich früh dran. Das hängt wohl damit zusammen, dass das Fest aus bekannten Gründen diesmal besonders sparsam von statten gehen muss.

Die Gedanken gingen zunächst dahin, einfach mal ohne Geschenke auszukommen. So spart man schließlich am meisten. Diese Form der Sparsamkeit ließe sich außerdem ganz hervorragend mit am Weihachtsabend vorgetragener Konsumkritik moralisch rechtfertigen. Aus Glaubwürdigkeitsfragen müsste man dann allerdings auch auf die selbst erhaltenen Geschenke verzichten. Man hätte etwas gespart, aber auch keinen Gewinn davon getragen.

Gewinne, aber auch Abgründe tun sich hingegen bei dieser Variante auf: wenig geben – viel nehmen. Bei Rudis Resterampe oder Mäc Geiz findet sich manch schöner 1-Euro Artikel der sich als Präsent eignet. Der Wert der ausgehenden Geschenke sollte in jedem Fall den der eingehenden unterschreiten. Ein Wunschzettel mit Produkten die sich möglichst schnell wieder zu Geld machen lassen ist bei dieser Variante hilfreich. Ein iPod lässt sich beispielsweise leichter gewinnbringend an den Mann bringen als ein Set Feinripp Unterwäsche. Alternativ kann man sich direkt einfach nur Geld schenken lassen: Fantasielos, aber praktisch.

Will man sich komplett aus der weihnachtlichen Geschenkehektik heraushalten müsste man sich irgendeiner schlauen Abwesenheitsausrede bedienen. Ein überraschender “Gewinn einer Reise” könnte nachhaltig Abhilfe schaffen. Allerdings könnte man auch schnell in Erklärungsnot geraten, wenn es darum geht den Daheim gebliebenen eine Ansichtskarte zukommen zu lassen.

Hmm. So weit wird es diesmal wohl nicht kommen müssen. Über das ganze Jahr haben sich potentielle Geschenke aus Eigenproduktion angesammelt. Hier ein Plakat, da eine Postkarte, oder ein T-Shirt. Das ist günstig, und sorgt möglicherweise sogar für Freude bei der beschenkten Person. Wer nicht auf so etwas zurück greifen kann, für den bleibt immer noch die zeitlos schöne Möglichkeit eines selbst ausgestellten Gutscheins. Eine wirklich günstige Form des Schenkens, da die meisten Gutscheine sowieso nie eingelöst werden. Die Konkurrentin hat sich bereits treffend über das Sparpotenzial von Gutscheinen ausgelassen.

Gerade in der Vorweihnachtszeit tun sich aber auch abseits der Geschenkeproblematik Einsparpotenziale auf. Die Herzen der Menschen sind weit geöffnet. So kann man beispielsweise darauf vertrauen, dass Kollegen regelmäßig mit Weihnachtsgebäck am Arbeitsplatz erscheinen und dies auch gerne teilen. Das ist nahrhaft, und ersetzt so manches Mittagessen. Mit ausreichender Skrupellosigkeit ausgestattet kann man das gebunkerte Gebäck sogar als nett verpacktes Präsent weiter geben.

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